Mitten in einer Pechsträhne wundert sich der fünfzehnjährige Ismael kaum, als er ausrastet und von der Schule verwiesen wird … Seine Mutter, am Rande eines Nervenzusammenbruchs, schickt ihn daraufhin zu seinem Onkel ins weitentfernte Lyon. Der verschafft ihm ein Praktikum in der Küche eines Spitzenrestaurants. Dort scheint Ismael eine letzte Chance zu bekommen: eine Chance, alles wiedergutzumachen. Nur dass Ismael am Ende seiner Kräfte ist und nicht mehr daran glaubt. Bis hinter den Schwingtüren der Küche Céleste auftaucht. Sie ist Auszubildende. Er ist wie hypnotisiert. Mit ihr eröffnet sich eine riesige Welt. Ismael wird in tausend neue Leben katapultiert.
Mit Ismael tauchen wir ein in eine wenig bekannte Welt, deren tausend Facetten uns in einen wahren Wirbelsturm reißen. (…) Die Zutaten sind zahlreich und von Raphaëlle Calande meisterhaft dosiert, die sich dabei als ebenso einfühlsame Psychologin wie passionierte Feinschmeckerin erweist. Die Sprache trifft genau den Ton – direkt, lebendig, berührend. Die Gerichte machen Appetit, die Figuren gehen unter die Haut. Und weil Ismael in der Küche auf ein Team trifft, das mit Herzblut dabei ist, beginnt er langsam, sich selbst und seinen Platz in der Welt zu finden – jenseits aller kulturellen und familiären Brüche. Ein Leseerlebnis zum Genießen.
(aus der Jurybegründung für den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis)

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