Im August 2021 berichtete eine Gruppe kreativer Schriftstellerinnen in Afghanistan über die politischen Unruhen und den Fall von Kabul. Diese Frauen waren gerade dabei, eine Kurzgeschichtensammlung zu veröffentlichen, als ihre Welt durch die Taliban aus den Fugen geriet. Indem sie über WhatsApp-Nachrichten in Verbindung blieben, schufen sie eine Lebensader, einen lebenswichtigen Raum, um ihre Kreativität am Leben zu erhalten, sich gegenseitig zu unterstützen und Zeugnis von den Ereignissen zu geben, die sich um sie herum abspielten.
»Geliebtes Kabul« ist ihre Geschichte und ein kollektives Tagebuch über ein Jahr unter den Taliban. Während sie zusahen, wie Städte fielen, Schulen geschlossen wurden, Familien sich veränderten und Freiheiten verschwanden, erzählten sie Geschichten von Chaos, Protest und Flucht. Als Gruppe reflektierten sie über die Bandbreite weiblicher Erfahrungen: Mütter und Ärztinnen, Studentinnen und Lehrerinnen, diejenigen, die unter den Taliban gelebt hatten, und diejenigen, die es sich nicht vorstellen konnten. Indem sie ihre Geschichten erzählten, schufen sie einen Ort der Gemeinschaft und der Stärke im Angesicht des Terrors.
»Crying my heart out! Wie unendlich dankbar müssen wir sein für jedes einzelne dieser dem Unsagbaren abgerungenen Worte. «
Daniela Dröscher
»Geliebtes Kabul ist für mich das beste Buch des Herbstes. Es macht deutlich, wie schnell Normalität kippt, wie patriarchale Strukturen gewaltsam durchgesetzt werden, wie obrigkeitshörig eine Gesellschaft bereit ist, sich Gewalt und Schrecken unterzuordnen. […] Und egal, welche Stelle man aufschlägt, sie nimmt gefangen, macht fassungslos. Der Schmerz, die Wut und der Kampf sind so unmittelbar spürbar, dass dieses Buch einen ungemeinen Sog entwickelt. […] Geliebtes Kabul ist ein absolutes Lese-Muss!«
Kim Kindermann, Deutschlandfunk Kultur
»Das, vor allem wenn es von Frauen geführt wird, belächelte Tagebuch-Schreiben, wird hier zu Zeitdokument und Aufbegehren gleichermaßen: gegen das Vergessen, gegen männliche Zensur und gegen das Auslöschen der eigenen (literarischen) Stimme.«
Buchkultur, Barbara Kadletz
»Die Lektüre ist schwer zu ertragen – ein Gegengewicht bildet die Empathie der Frauen untereinander. Man spürt beim Lesen die Kraft, die von dieser Solidargemeinschaft ausgeht.«
Jens Uthoff, taz
»Das Buch verbindet persönliche Geschichten zu einem intimen Porträt von Mut, Solidarität und Widerstand.«
Felix Förster, Westdeutsche Zeitung
»Dieses Tagebuch einer Frauenschreibgruppe während der Machtübernahme der Taliban ist ein eindrucksvolles Zeugnis des kreativen Widerstandes im WhatsApp-Format.«
BÜCHERmagazin, Redaktion
»Ein berührender Chat über die politischen Veränderungen, gerade auch für Frauen, über Gefühle, Fluchterfahrungen und Solidarität kurz: das Buch ist ein wichtiges Zeitdokument.«
Redaktion, AJuM Landesstelle Niedersachsen
»Allen Texten merkt man die literarische Begabung und Erfahrung dieser Frauen an, sie finden beeindruckende Bilder und Worte für ihre Gedanken und Gefühle, sie sind kreativ. Diese Frauen müssen schreiben.«
Anita Djafari, Textor, Plan B – Der Bücherpodcast
»Der Nachrichtenaustausch dieser Frauen [bietet] einen authentischen und ganz unmittelbaren Blick auf ihre Ängste, Befürchtungen und konkreten Erlebnisse im Land und auch die Erfahrung der Fremdheit im Exil. […] Die Bilder aus Afghanistan kennen wir alle, doch mit diesem Buch bekommen wir Einblick in die Schicksale einzelner Menschen.«
Martina Häusler, Buchprofile/Medienprofile

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