Benjamin Lacombe erzählt mit großer Feinfühligkeit und in betörend schönen Bildern das Schicksal eines armen Mädchens, das in der Silvesternacht barfuß und ohne wärmende Kleidung durch die eisigen Straßen irrt. Niemand will ihr die Schwefelhölzer abkaufen. Um der Kälte zu entkommen, entzündet sie eines nach dem anderen – und jede kleine Flamme eröffnet ihr eine Vision des Glücks: ein üppiges Festmahl, ein prächtig geschmückter Weihnachtsbaum, Kerzen, die sich in lebendige Bilder verwandeln … bis schließlich das sanfte Antlitz ihrer verstorbenen Großmutter vor ihr erscheint.
Während das Mädchen zwischen Traum und Wirklichkeit wandelt, wechselt Lacombe meisterhaft zwischen ausdrucksstarken Kohlezeichnungen und leuchtenden Gemälden und verleiht der Geschichte so eine eindringliche, poetische Tiefe.

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