Charkow-Tagebuch

Ein eindrückliches Zeitzeugnis des Überfalls auf die Ukraine

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Charkow-Tagebuch

Flucht vor dem Krieg

Olga Grebennik

Aus dem Russischen
144 Seiten | 13,8 x 20 cm
geb., Hardcover | durchgehend illustriert
ISBN 978-3-96428-162-3
€ [D] 18,- | € [A] 18,50

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Ein eindrückliches Zeitzeugnis des Überfalls auf die Ukraine

Mein Name ist Olga Grebennik. Ich bin Mutter, Ehefrau, Tochter, Künstlerin, Schriftstellerin. Ich bin ein Mensch, dessen Leben zerbrochen wurde. Ich habe zwei Kinder – Fedor, neun Jahre alt, und die vierjährige Vera –, einen Mann, meine Mutter sowie einen Hund und eine Katze. Unser Leben vor dem Krieg war wie ein kleiner Garten, in dem jede Blume ihren eigenen Ort und ihre eigene Blütezeit hatte. Liebe nährte diesen Garten, und er wuchs und blühte täglich.

*

Ich erinnere mich gut an den Vorabend des Krieges. Die Kinder schliefen, und mein Mann und ich redeten, wir hatten Tausende von Plänen. Wir sind satt und glücklich eingeschlafen. Um fünf Uhr morgens wachten wir auf. Von allen Seiten waren Explosionen zu hören. Ich habe den Kindern sofort ihre Namen, Geburtsdaten und Telefonnummern auf die Arme geschrieben. Am Nachmittag gingen wir in den Keller. Alle Nachbarn waren schon da. Eine schwache Glühbirne, Sand unter den Füßen, eine niedrige Decke. Ich glaubte, dieser Albtraum würde in ein paar Tagen enden. Ich hatte mir ein Notizbuch und einen einfachen Bleistift eingesteckt. Das Zeichnen wurde für mich die Tür zu meiner Innenwelt, die von außen aus Flugzeugen bombardiert wurde. All meine Angst ergoss sich auf das Papier. Mein Notizblock wurde im Keller zum einzigen Halt für mich.

*

Insgesamt verbrachten wir acht Tage und acht Nächte im Keller. Am neunten Tag beschloss ich zu fliehen, um die Kinder zu retten. Innerhalb von neun Tagen wurde ich von meinem Zuhause getrennt, von meiner Mutter, von meinem Mann. Ich habe nur noch zwei Kinder, einen Hund und einen Rucksack auf dem Rücken. In mir bildete sich ein riesiges Loch, das ich mit einem Korken verschloss, damit ich nicht verdunstete.

So beginnt das Tagebuch aus Charkow, das vom Kriegstagebuch schnell zum Tagebuch einer Flucht wird. In ihrem Notizbuch beschreibt und skizziert Olga Grebennik mit einfachem Bleistift ihre Erlebnisse und hält ihre Innenwelt fest, während die Außenwelt von Flugzeugen bombardiert wird. Der Notizblock wird zum einzigen Halt.

Die Presse

»Wie schwer es wirklich wiegt, von Explosionen geweckt zu werden und plötzlich mitten im Krieg zu sein, zeichnet die Illustratorin Olga Grebennik für ältere Jugendliche und Erwachsene in ihrem ›Charkow-Tagebuch‹. […] Die Bilder der Illustratorin, die nie damit gerechnet hätte, statt einer Fortsetzung vom kleinen, frechen Fuchs ein Kriegstagebuch zu zeichnen, gehen zu Herzen.«
Margit Lesemann, BuchMarkt

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Olga Grebennik

Charkow-Tagebuch

Flucht vor dem Krieg

Aus dem Russischen
144 Seiten | 13,8 x 20 cm
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ISBN 978-3-96428-162-3
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